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Aktionstag Chronisch entzündliche Darmerkrankungen 2017

Wie bleibe ich der Therapie treu?

Aktionstag CED 2017 - Wie bleibe ich der Therapie treu?

Mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa zu leben stellt Betroffene vor viele Herausforderungen. Neben dem Umgang mit den teils heftigen Beschwerden und möglichen Begleiterkrankungen gilt es, stetig auf die eigene Therapie zu achten.

Nicht immer ist der erste Therapieversuch erfolgreich. Nebenwirkungen oder ein zu geringer Effekt der Medikamente können äußerst frustrierend für Betroffene sein, die sich nur eine Rückkehr zu einem normalen Leben wünschen. 

Eine stetige Therapietreue ist deshalb nicht selbstverständlich und erfordert vor allem eine gute Kommunikation zwischen Arzt und Patient. 

Im Mai informiert die Gastro-Liga deshalb zum Aktionstag „Chronisch entzündliche Darmerkrankungen“ unter anderem über die Hintergründe und Herausforderungen der Therapietreue bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. 

Der Aktionstag „Chronisch entzündliche Darmerkrankungen“ findet anlässlich des World Inflammatory Bowel Disease Day am 19. Mai 2017 statt.


Leben mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen

Die häufigsten Formen chronisch entzündlicher Darmerkrankungen sind Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. In Deutschland leiden mehr als 350.000 Menschen daran. Betroffene haben mit wiederkehrenden Entzündungsschüben zu kämpfen. Dabei befällt die Entzündung bei Colitis ulcerosa in der Regel vor allem den Dickdarm. Bei Morbus Crohn hingegen kann sich die Entzündung auf den gesamten Magen-Darm-Trakt ausweiten.

Diese aktiven Phasen der Erkrankung können von unterschiedlichen und teils heftigen Beschwerden begleitet sein:

  • Teils schleimige und blutige Durchfälle
  • Bauchkrämpfe und starke Bauchschmerzen
  • Fieber
  • Erschöpfung
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust

Die Therapie fordert Patienten oft viel ab

Die Therapie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen verfolgt zwei Hauptziele:

  1. Sie soll in der akuten Phase die Beschwerden lindern und die Entzündung hemmen. 
  2. Sie soll zukünftigen Krankheitsschüben vorbeugen. 

Gerade der zweite Aspekt der Behandlung bedeutet, dass Patienten meist auch in beschwerdefreien Phasen regelmäßig Medikamente einnehmen müssen. Das kann Betroffene zusätzlich zur Erkrankung selbst weiter belasten. Viele Patienten empfinden die Medikamente als ständige unerwünschte Erinnerung an ihre Erkrankung. 

Außerdem können die Medikamente unangenehme Nebenwirkungen haben. So hemmen etwa viele Arzneimittel zur Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen die Immunantwort des Körpers. Denn bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa reagieren die natürlichen Abwehrkräfte zu heftig und lösen so die Entzündungen im Magen-Darm-Bereich aus. Diese Behandlungsstrategie kann jedoch in manchen Fällen zu einer erhöhten Neigung zu Infektionskrankheiten führen, da die Schutzmechanismen des Körpers geschwächt sind. Auch kann eine unbegründete Angst vor Tumorerkrankungen ein Grund sein, weshalb Patienten eine Therapie abbrechen.

Besonders frustrierend kann es sein, wenn ein Medikament nicht oder nicht ausreichend wirkt. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind sehr komplexe Erkrankungen mit von Patient zu Patient unterschiedlichen Ausprägungen. Deshalb gibt es keine „Einheitstherapie“, die für alle Betroffenen zum Einsatz kommen kann. Vielmehr müssen Ärzte die Behandlung immer wieder feinjustieren und auf die individuelle Situation des Patienten abstimmen. Das Wissen darum ist jedoch nur ein geringer Trost, wenn die ständigen Entzündungen einen normalen Alltag unmöglich machen.

Die Beschwerlichkeiten der Behandlung können Patienten in Versuchung führen, die Therapie eigenständig abzubrechen. Doch das kann schwerwiegende Folgen haben. 


Mangelnde Therapietreue: Folgen und Lösungsstrategien

Ohne Behandlung können nicht nur die Beschwerden chronisch entzündlicher Darmerkrankungen zunehmen. s können sich auch schwerwiegende Begleiterkrankungen entwickeln. Sowohl bei Colitis ulcerosa als auch bei Morbus Crohn können sich die Entzündungen auf Organe außerhalb des Magen-Darm-Traktes ausweiten. Häufig sind zum Beispiel die Gelenke oder die Augen davon betroffen. Dadurch kann es zu rheumatischen Gelenkschmerzen und Sehstörungen kommen. Eine mangelnde Therapietreue kann diese Folgeerkrankungen begünstigen. 

Eine Anpassung oder ein Abbruch der Therapie sollte deshalb immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. So kann der Arzt eine geeignete Alternative zu der bisherigen fehlgeschlagenen Behandlung auswählen. Insgesamt ist eine möglichst offene Kommunikation zwischen den Patienten und dem Behandlungsteam ein wesentlicher Faktor für die Therapietreue. Ärzte müssen die Hintergründe der verschiedenen Therapiemöglichkeiten ausreichend erläutern und Betroffene sollten nicht zögern, Fragen zu stellen. Je enger Menschen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa an der Therapieentscheidung beteiligt sind, desto leichter fällt es, die Therapiemaßnahmen auch umzusetzen. 


Aktionstag Chronisch entzündliche Darmerkrankungen 2017

Aus diesem Grund bietet die Gastro-Liga allen Interessierten am 19. Mai 2017 die Möglichkeit, mehr über chronisch entzündliche Darmerkrankungen zu erfahren. Dazu organisiert die Gastro-Liga um diesen Tag herum unter dem Motto „Morbus Crohn und Colitis ulcerosa:Therapieadhärenz – Aufklärung, Schulung, Monitoring“ bundesweit Veranstaltungen mit Vorträgen und einem breiten Informationsangebot zu den Erkrankungen und zum Thema Therapietreue. Außerdem können Betroffene hier auch mit anderen Veranstaltungsteilnehmern Erfahrungen austauschen.

Darüber hinaus richtet die Gastro-Liga während des Aktionstages telefonische Experten-Hotlines für Betroffene und Angehörige ein. Hier können sich Anrufer bei medizinischen Fachleuten auf dem Gebiet der chronisch entzündlichen Darmerkrankungen informieren. 

Eine Liste der Veranstaltungen und Hotline-Termine erhalten Sie hier 

Weitere Informationen zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa finden Sie auch in unseren Broschüren für Patienten zu chronisch entzündlichen Darmerkrankungen:

Mit freundlicher Unterstützung von

  • AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG, Wiesbaden
  • Janssen-Cilag GmbH, Neuss
  • Pfizer Deutschland GmbH, Berlin
  • Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG, Berlin
  • Dr. Falk Pharma GmbH, Freiburg i. Br.
  • Vifor Pharma Deutschland GmbH, München

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